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Aktuell: Pressemitteilungen: Pressemitteilungen Archiv: 26. November 2009
Jugendbildungswerk des Kreises feierte sein 30. Bestehen:
400/2009
Junge Leute stark machen

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Landrat Enno Siehr (5.v.l.) konnte bei der Jubiläumsfeier des Jugendbildungswerks zusammen mit dessen aktueller Leiterin Elke Draxler (4.v.l.) und Fachbereichsleiter Andreas Sliwka (2.v.r.) auch „Aktive der ersten Stunde“ begrüßen. V.l.: Regina Plettrichs, Holger Biehlolawek, Ulrike Cramer, Elke Wilhelm, Heinrich Krobbach, Bernd Schiffler, Wolfgang Hering, Joachim Faßnacht und Martin van der Rakt.
KREIS GROSS-GERAU – Es hatte etwas von einem großen Familientreffen: Zur Deißig-Jahr-Feier des Jugendbildungswerks des Kreises waren im Georg-Büchner-Saal zahlreiche „Ehemalige“, aber auch aktuell Aktive sowie langjährige Kooperationspartner, Freunde und Förderer der Einrichtung zusammengekommen.

Landrat Enno Siehr, 1979 Gründer und erster Leiter des Bildungswerks, blickte schmunzelnd und auch mit ein wenig Wehmut auf die ersten Jahre zurück: „Es war schon eine ziemlich bunte Truppe, die im Herbst 1979 ihre Büros bezog!“ So ganz habe man nicht ins Bild der damals noch recht konservativen Verwaltung gepasst, mit Buttons und beklebten Autos, Ikea-Regalen, politischen Plakaten und Startbahn-Aktivitäten: „Im Nachhinein wundert mich schon ein wenig, mit welch großer Toleranz man uns begegnet ist. Wie viel Raum für eigene Ideen man uns gelassen hat, wie viel Mut dieser Kreis mit der Gründung des Jugendbildungswerks gezeigt hat!“ Das Vertrauen habe man sich aber auch verdient: „Wir haben zusammen mit denen, die nach uns kamen, etwas aufgebaut, was sich heute noch sehen lassen kann!“ Und obgleich heute ganz andere Themen im Mittelpunkt stünden als 1979, sei die inhaltliche Kontinuität doch beachtlich: „Immer noch geht es darum, junge Leute auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden zu stärken und zu unterstützen. Auch wenn der hin und wieder nicht sehr gerade verläuft.“

Auch Ulrike Cramer, heute Fachbereichsleiterin „Soziale Sicherung“ im Landratsamt, damals zusammen mit Elke Jurischka-Leimbach die erste Jugendbildungsreferentin, blickte sehr persönlich auf die Anfangsjahre zurück, erinnerte an die damaligen Themen und Zielsetzungen und bekannte offen, wie viel sie selbst und ihre Kolleginnen und Kollegen von ihrer Tätigkeit beim Jugendbildungswerk profitiert hätten. Karsten Krügler vom Landesfilmdienst ließ in seinem Beitrag schließlich „30 Jahre Jugendbildung in Hessen“ Revue passieren und inszenierte diesen Rückblick als rasantes multimediales Spektakel mit großem Unterhaltungswert. Sein fachkundiges Publikum jedenfalls erkannte sich des Öfteren und mit großem Vergnügen wieder.

Auf Schautafeln wurden die aktuellen thematischen Schwerpunkte vorgestellt, aber auch interessante und kuriose Ereignisse aus den letzten dreißig Jahren dokumentiert. Und mit Projekten wie der Dokumentation „Starke Mädchen – starke Jungen“, der „Albtraum Chatroom“-DVD und dem Mädchenfotokalender „Girls Generation 2010“ erinnerte das seit 2001 von Elke Draxler geleitete Jugendbildungswerk daran, dass man auch dreißig Jahre nach der Gründung noch immer nah am Puls der Zeit ist.

Neun schöne gemeinsame Jahre seien es gewesen, bilanzierte Landrat Enno Siehr seine Zeit als Leiter der Einrichtung. Über das Feiern von runden Jubiläen habe man sich 1979 zwar überhaupt keine Gedanken gemacht, heute sei aber längst klar: „Ein Jugendbildungswerk wird auch 2039 noch gebraucht!“
 
Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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