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Aktuell: Pressemitteilungen: Pressemitteilungen Archiv: 3. Dezember 2009
Weitere Flächen für Grünabfallaufbereitung notwendig:
410/2009
Abfallzentrum wird erweitert

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Frisch auf ans Werk: Im Gleichklang vollzogen Bürgermeister Horst Gölzenleuchter, Erster Kreisbeigeordneter Thomas Will, Riedwerke-Direktor Hans-Joachim Oschinski und AWS-Geschäftsführer Wolfgang Matthes am Mittwoch den Ersten Spatenstich für die Erweiterung des Abfallzentrums Büttelborn. Die Riedwerke und ihre Tochter AWS planen auf dem 4 ha großen Gelände weitere Anlagen für abfallwirtschaftliche Tätigkeiten und werden dazu 1,5 Mio € investieren.
KREIS GROSS-GERAU – Das Abfallzentrum der Riedwerke östlich von Büttelborn wird erweitert. Nach Vorlage der Genehmigung durch den Regierungspräsidenten vollzogen am Mittwoch Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Will, Riedwerke-Direktor Hans-Joachim Oschinski, AWS-Geschäftsführer Wolfgang Matthes und Standort-Bürgermeister Horst Gölzenleuchter auf dem ca. vier Hektar großen Erweiterungsgelände im Westen der Deponie den ersten Spatenstich. Neben einer 40 mal 80 Meter großen Halle für den Hausmüllumschlag werden dort Flächen für die Grünabfallaufbereitung und weitere abfallwirtschaftliche Tätigkeiten bereitgestellt.

Die Erschließung des neuen Areals ist notwendig geworden, weil sich der Platz auf der Deponie mit deren fortschreitender Verfüllung immer weiter verringert, die Aufbereitung der unterschiedlichen Müllfraktionen aber immer mehr Platz in Anspruch nimmt. Das gilt vor allem für die Grünabfälle. Hier zeige sich, so Erster Kreisbeigeordneter Will, der Wandel von der Abfallwirtschaft zur Energiegewinnung am deutlichsten. Wurde früher der Grünabfall bestenfalls kompostiert und so wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt, so wird der größte Teil des im Kreis anfallenden organischen Abfalls heute in der Biogasanlage vergoren. Das dabei entstehende Biogas wird über Blockheizkraftwerke verstromt bzw. dient der unmittelbaren Wärmegewinnung - „eine hochmoderne Technologie, die Ressourcen schont und die Belastungen für die Umwelt auf ein Minimum reduziert“, so Will. Das gelte auch für den zuvor herausgesiebten Holzanteil, der als CO2-neutraler Brennstoff in Hackschnitzelanlagen Verwendung findet.

Das Gebot der Ressourcenschonung gibt auch in anderer Richtung die Entwicklung des Abfallzentrums vor. Auf dem Dach der neuen Halle werde selbstverständlich eine Photovoltaikanlage betrieben, und die 0,3 Hektar Baumbestand, die der Erweiterung zum Opfer fallen, werden im Süden des Deponieareals neu aufgeforstet.

Rund 1,5 Mio € werden die Riedwerke und ihre Tochtergesellschaft AWS insgesamt in den Ausbau investieren - von denen rd. 500 000 € in die Herstellung des Platzes und dann weitere 1 Million € in den Bau der Halle und die Ausstattung mit modernster Technologie fließen. Dass durch die Erweiterung des Abfallzentrums zehn neue Arbeitsplätze langfristig gesichert werden können, bezeichnete Will als einen durchaus angenehmen Nebeneffekt des Vorhabens, der angesichts der gegenwärtigen Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht vernachlässigt werden dürfe.



 
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