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22. Dezember 2009
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An der Grundschule Nauheim ging neue Photovoltaikanlage in Betrieb:
Solarenergie macht Schule
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Solarstrom im Schnee: Unser Bild zeigt (v.l.n.r.) Wolfgang Matthes (Riedwerke), Marc André Glöckner (ÜWG), Walter Astheimer (Riedwerke), Erster Kreisbeigeordneter Thomas Will und Daniela Müller (ETech) vor dem Gebäude der Grundschule Nauheim, auf dessen Dach seit Montag eine Solaranlage „sauberen“ Strom produziert.
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KREIS GROSS-GERAU – Zwar macht sich die Sonne in diesen Tagen eher rar, aber selbst im tiefsten Winter vermögen die High-Tech-Module der neuen Solaranlage auf dem Dach der Grundschule in Nauheim noch Energie zu produzieren. So viel jedenfalls, dass die Leistung von 24,4 kWp ausreicht, um im Jahresdurchschnitt sechs Ein-familienhäuser mit elektrischem Strom zu versorgen. Am Montag übergaben Erster Kreisbeigeordneter Thomas Will, Daniela Müller vom Überlandwerk Groß-Gerau und Geschäftsführerin der Energie Technik Rhein-Main GmbH (ETech) sowie die beiden Riedwerke-Direktoren Walter Astheimer und Wolfgang Matthes die Anlage, die rd. 250 Quadratmeter auf der Südseite des Schuldaches mit Solarzellen abdeckt, offiziell ihrer Bestimmung. Betrieben wird sie von der Fa. ETech, einer Tochtergesellschaft der Riedwerke und des Überlandwerks Groß-Gerau. Sie hat dafür immerhin rd. 1000.000 € investiert. Vor Vertretern der Presse machte Will dabei deutlich, dass der Kreis Groß-Gerau in den letzten Monaten in Kooperation mit der ETech bereits ein Viertel seiner Schulen mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet habe. Das sei jedoch erst der Anfang. Angestrebt sei, bis Ende kommenden Jahres an sämtlichen Schulen Solarstrom zu produzieren. „Wenn wir unser ehrgeiziges Ziel erreichen wollen, im Jahr 2020 20 % des im Kreis anfallenden Energiebedarfs aus regenerativen Quellen zu decken, muss der Kreis mit seinen eigenen Liegenschaften voran gehen.“ Nur durch das gute Vorbild könne es gelingen, die privaten Hausbesitzer und die Gewerbetreibenden mitzuziehen. Den Schulen komme dabei, so Will weiter, natürlich eine besondere pädagogische Aufgabe zu. Wenn Kinder früh lernten, dass umweltfreundliche Energieformen möglich sind und sich schlussendlich auch finanziell lohnen, dann wirkten diese Lektionen lange nach. In Nauheim soll dies im übrigen durch eine Uhr unterstützt werden, die im Computernetz der Schule den Kindern anzeigt, wie viel Strom das Gebäude derzeit aktuell verbraucht, wie viel die neue Solaranlage davon produziert und wie viel Kilogramm Kohlendioxid im Jahresschnitt mit der Anlage gegenüber der gewöhnlichen Stromerzeugung in Kohlekraftwerken eingespart werden. Das seien immerhin 15.000 Kilogramm- „ein kleiner großer Beitrag zum Schutz unserer Umwelt“.
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