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Aktuell: Pressemitteilungen: Pressemitteilungen Archiv: 8. Februar 2010
Kelsterbacher Gesamtschüler fühlten dem Landrat auf den Zahn:
035/2010
Zwölf-Stundentag als Vorbild

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Unser Bild zeigt die Klasse 10.1 der IGS Kelsterbach vor dem Konferenztrakt des Landratsamtes zusammen mit Landrat Enno Siehr (rechts), Klassenlehrer Klaus-Peter Sawinski (links) und Elternvertreterin Hella Hack (1. Reihe, 3. von links).
KREIS GROSS-GERAU – Was ein Landrat im Monat verdiene, war dieser Tage zwar in der Zeitung zu lesen, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10.1 der IGS Kelsterbach wollten es von Enno Siehr aber dennoch genauer wissen: Ob sich dafür ein Zehn- bis Zwölf-Stundentag lohne, die vielen Abende, die unendlich langen Wochenenden, wo man als Landrat im Kreis unterwegs zu sein habe, die Belastungen für das Privat- und Familienleben?

Das Gespräch, das die Klasse zu Beginn ihres Besuchs im Landratsamt in Groß-Gerau am letzten Mittwoch mit Landrat Enno Siehr führte, verlief nicht nur wegen dieses monetären Aspektes überaus spannend. Andere Fragen bezogen sich auf die beruflichen Qualifikationen, die man als oberster Behördenchef mitbringen müsse, auf den Weg, wie man in das Amt gelangt, und natürlich zu den bekannten Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, Flughafenausbau oder Schulsanierung. Was den „Lohn“ betrifft, so verwies Siehr auf die Freude, die es mache, Politik zu gestalten und Lebensbedingungen von Menschen verbessern zu können.

„Wenn man am Ende sieht, dass man Dinge verbessern, Entwicklungen anschieben und Menschen helfen kann, wie ich es in meinen bald 18 Dienstjahren oft genug erfahren habe, dann liege die Antwort auf der Hand - dann ist der Job des Landrats einer der schönsten, den man sich denken kann. Ich möchte jedenfalls keine Stunde meiner Dienstzeit vermissen“, so Siehr.


Dem Landrat machte es sichtlich Spaß, mit den Jugendlichen zu diskutieren, und so landete man schnell bei deren beruflichen Perspektiven innerhalb der Verwaltung. Hier wurde Siehr dann von Sylvia Bruder abgelöst, die in der Kreisverwaltung für die Betreuung der Ausbildung zuständig ist, und die die Gäste vom Untermain über die Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten im Landratsamt informierte. Ihr Resümee: Der Kreis bietet eine hochqualifizierte Ausbildung, was immer wieder durch beste Prüfungsergebnisse belegt werde, und dazu, nach dem Examen, auch gute Chancen außerhalb des öffentlichen Dienstes.

Über die einzelnen Tätigkeitsfelder der Kreisverwaltung informierten sich die Jugendlichen dann bei einem Rundgang durchs Haus, wo vor allem die EDV-Abteilung mit ihren zahlreichen Rechnern, Monitoren und den neuen Smartboards Eindruck machte. In der Kfz-Zulassungsstelle gab’s Informationen über den Fahrzeugbestand im Kreis und das Verfahren der Kfz-Zulassung sowie, für die Jugendlichen von besonderem Interesse, die Führerscheinprüfung. Nach einer kurzen Stärkung in der Kantine informierte Anja Fuchs abschließend über die Arbeit der Abteilung Jugendförderung/Jugendbildungswerk und stellte Angebote vor, die Kreis und Kommune den Jugendlichen machen.

Klassenlehrer Klaus-Peter Sawinski zog beim Abschied dann ein positives Resümee: Der Besuch bei der Verwaltung habe die Jugendlichen beeindruckt, und vieles von dem, was man an dem Vormittag gehört habe, müsste im Schulunterricht jetzt noch aufgearbeitet werden.
 
Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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